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Ein Schloss als Symbol für die Exklusivität in Term Sheets

Exklusivität in Term Sheets

Die meisten Term Sheets enthalten eine Exklusivitätsklausel, die den Gründer nach der Unterschrift für die Laufzeit des Term Sheets an den Investor bindet. Ohne die Zustimmung des Investors darf der Gründer in diesem Zeitraum nicht mit anderen Investoren verhandeln. Aber warum gibt es diese Regelung und welche Auswirkungen hat sie auf den Gründer?

Hintergrund

Während der Due Diligence und den Vertragsverhandlungen fallen für den Investor nicht unerhebliche interne und externe Kosten an. Für Teilaspekte der Due Diligence werden meistens externe Experten beauftragt. Das Vertragsdrafting wird von einer Anwaltskanzlei übernommen. Während die internen Kosten Teil der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit eines Investors sind, werden die externen Kosten des Investors häufig nach Abschluss der Beteiligung auf das Startup abgewälzt. Dies ist marktüblich und geschieht durch eine Klausel im Beteiligungsvertrag.

Vertragsstrafe

Damit der Investor nicht auf seinen Kosten sitzen bleibt, wenn der Gründer ohne seine Zustimmung mit anderen Investoren verhandelt und die Beteiligung dadurch nicht zustande kommt, enthalten Exklusivitätsklauseln meistens eine Vertragsstrafe. Diese beträgt normalerweise eine feste Summe, die alle Kosten des Investors abdecken soll. Es gibt aber auch Varianten, in denen der Investor alle ihm anfallenden Kosten ausweisen und geltend machen kann. Zudem bindet das Term Sheet so den Gründer an den Investor, da sich die wenigsten Startups eine teure Vertragsstrafe leisten könnten.

Laufzeit

Normalerweise liegt die Exklusivitätsperiode bzw. die Laufzeit des Term Sheets bei einem Monat. In diesem Zeitraum kann ein Investor realistischerweise eine Due Diligence durchführen und den Beteiligungsvertrag erstellen und durchverhandeln. Der Hightech-Gründerfonds bildet eine Ausnahme, da er Gründern zum einen sehr schnell Term Sheets anbietet und zum anderen eine sehr lange Exklusivitätsperiode von standardmäßig sechs Monaten festschreibt.

Verhaltenstipps

Gründer sollten Term Sheets genau lesen und nur unterschreiben, wenn sie mit den angebotenen Konditionen einverstanden sind. Man muss ein angebotenes Term Sheet normalerweise nicht sofort unterschreiben. Deshalb bleibt dem Gründer ausreichend Zeit mit den angebotenen Konditionen in andere Verhandlungen zu gehen. Wie man dies am geschicktesten macht und wie man mit Exklusivität in Term Sheets umgeht, könnt ihr bald im eBook Fundraising Hacks nachlesen.

Bild: Dave Meier (Picography)

Tim hat über sechs Jahre Erfahrung im Bereich Startups und Finanzierung. Er arbeitete bei zwei Venture Capital Fonds, leitete den Bereich Finanzen für ein VC finanziertes Unternehmen und war Mitgründer von zwei Startups.

Tim Weiss

Tim hat über sechs Jahre Erfahrung im Bereich Startups und Finanzierung. Er arbeitete bei zwei Venture Capital Fonds, leitete den Bereich Finanzen für ein VC finanziertes Unternehmen und war Mitgründer von zwei Startups.